MAXIM WAKULTSCHIK
Beyond the Surface
House of Arts
Gegründet im Jahr 2019, ist die House of Arts Gallery ein renommierter Ort für zeitgenössische Kunst in Salzburg und Teil des privaten Unternehmensportfolios der Familie Mateschitz. Diese besondere Positionierung eröffnet der House of Arts Gallery Zugang zu wertvollen internationalen Verbindungen und außergewöhnlichen Realisierungsräumen, die das kuratorische Arbeiten auf besondere Weise bereichern. Die Galerie befindet sich an einem außergewöhnlichen Ort – dem ikonischen Red Bull Hangar‑7 – und präsentiert ihre Ausstellungen exklusiv in einem der architektonisch eindrucksvollsten Räumen Europas.
Die Galerie widmet sich der zeitgenössischen Kunst mit Fokus auf Malerei und Skulptur. Sie versteht sich als Plattform für internationale, aufstrebende Künstler:innen, die im spannungsvollen Dialog mit bereits museal etablierten Positionen gezeigt werden. Alle Ausstellungen sind Verkaufsausstellungen und bieten Sammler:innen sowie Kunstinteressierten die Möglichkeit, Werke direkt zu erwerben.
Zu den vertretenen Künstler:innen zählt unter anderem der südafrikanische Bildhauer Jake Michael Singer, dessen Edelstahlskulpturen mit majestätischer Eleganz aufsteigen und eine faszinierende Dynamik und Transformation ausstrahlen. Auch etablierte Größen wie der legendäre amerikanische Maler Alex Katz finden hier ihren Platz.
Die House of Arts Gallery ist mehr als ein Ausstellungsraum – sie ist ein kuratiertes Erlebnis an der Schnittstelle von Kunst, Innovation und Architektur, eingebettet in die inspirierende Atmosphäre des Hangar‑7. Wir freuen uns sehr, diese künstlerische Bandbreite an einem so außergewöhnlichen Ort präsentieren zu dürfen.
MAXIM WAKULTSCHIK
Mit einem Gastaufenthalt an der Kunstakademie Düsseldorf begann für Maxim Wakultschik ein prägender künstlerischer Weg. 1973 in Belarus geboren, kam er 1992 zum Studium bei Jannis Kounellis und Beate Schiff erstmals nach Deutschland. Düsseldorf ist seither zu seinem Lebensmittelpunkt und Ausgangsort seiner internationalen Tätigkeit geworden.
Damals wie heute zieht sich die Auseinandersetzung mit Licht, Wahrnehmung und materieller Struktur wie ein roter Faden durch sein Werk. Schon immer widmet er sich in seiner Arbeit der Erforschung von Licht und Bewegung – den Symbolen des Lebens.
Wakultschiks Arbeiten entziehen sich eindeutigen Kategorien. Sie sind vielschichtige Bildräume, in denen sich Präzision und Intuition, Struktur und Emotion begegnen. Ausgangspunkt seiner Arbeit ist eine zutiefst spirituelle Vorstellung von Wirklichkeit: „Meine Kunst ist über die Liebe, über die Sehnsucht nach dem Engelzustand, über das Göttliche“, beschreibt der Künstler selbst seine Motivation. Formen werden dabei in ihre elementaren Bestandteile zerlegt: in Farben, Energien, Vibrationen. Was bleibt, ist ein visuelles Gefüge, das an mikroskopische Strukturen erinnert und sich je nach Lichteinfall und Blickwinkel immer wieder neu formiert. Reflexionen und Schatten erzeugen subtile Verschiebungen innerhalb der Bildoberfläche und lassen die dargestellten Motive oszillieren, atmen.
Besonders bekannt ist der Künstler für seine dreidimensionalen Porträts, die aus modularen Elementen wie tausenden farbigen Holzstiften aufgebaut sind. Der Weg zu dieser charakteristischen Formensprache war das Ergebnis eines langen Reduktionsprozesses: von frühen Heiligenbildern und Collagen hin zum einzelnen Punkt als grundlegender bildnerischer Einheit. Der einzelne Punkt als Ursprung; wie ein Urknall, verweist auf die Entstehung aller Dinge aus einem kleinen, aber kraftvollen Funken.
In der seriellen Anordnung dieser Elemente entstehen komplexe Bildgefüge, die sich erst aus der Distanz vollständig erschließen und zugleich menschlich wie entrückt wirken.
Das Porträt bildet das zentrale Thema seines Schaffens. Wakultschik entwickelt dieses klassische Motiv konsequent über die Grenzen der Malerei hinaus und überführt es in eine skulpturale Bildform. Materialien wie Holz, Metall oder Glas verdichten sich zu vibrierenden Oberflächen, die den Eindruck eines energetischen Gefüges erzeugen. Je nach Perspektive verändern sich die Werke – Farben flirren, Konturen lösen sich auf und formieren sich neu, wodurch der Betrachter aktiv in den Wahrnehmungsprozess einbezogen wird.
Trotz ihrer mathematisch präzisen Struktur entstehen die Werke in langwierigen Prozessen, in denen Intuition und Planung gleichermaßen eine Rolle spielen. Oft vergehen Jahre bis zur Vollendung, die erst erreicht ist, wenn das Werk den Künstler selbst überzeugt.
Auch die poetischen Titel vieler Werke verweisen auf ein breites Referenzfeld, das von Musik über Mythologie bis hin zu naturwissenschaftlichen Begriffen reicht. Sie unterstreichen den emotionalen und zugleich symbolischen Gehalt der Arbeiten. „Die Bilder müssen symbolhaft sein, sie müssen hypnotisieren“, formuliert Wakultschik seinen Anspruch. Der Titel wird zur sprachlichen Essenz dessen, was im Werk mitschwingt.
In den vergangenen Jahrzenten hat sich der Künstler zunehmend international etabliert. Seine Arbeiten befinden sich heute in bedeutenden Privatsammlungen in Europa, den USA und Asien sowie in institutionellen Sammlungen wie dem Odunpazarı Modern Museum (OMM) oder dem 21c Museum. Sein Werk wird weltweit in führenden Kunstmetropolen präsentiert, darunter New York, Singapur, Miami, San Francisco, Seoul, Hongkong, Tokio und Istanbul.
Trotz seines Erfolgs bleibt der Künstler seiner Unabhängigkeit verpflichtet. Für ihn steht die innere Notwendigkeit des künstlerischen Prozesses über kommerziellen Interessen; eine Haltung, die sich in der Authentizität seiner Arbeiten widerspiegelt.
